Willkommenskreis Diez Hilfe für Flüchtlinge in Diez und Umgebung

März 25, 2019

„Bei mir …. in Afrika“ im März

Filed under: Uncategorized — Christiane Beule @ 09:13

Der Willkommenskreis Diez veranstaltet in regelmäßiger Folge Treffen, in denen Flüchtlinge über die Situation in ihrer Heimat berichten. Am vergangenen Donnerstag fand die jüngste Veranstaltung dieser Reihe unter dem Titel „Bei mir in Afrika“ in der Aula der Nicolaus-August-Otto-Schule (NAOS) statt. Durch den Abend führte Jamal aus dem Sudan. Nach einem breiten Überblick über Afrika und die unterschiedlichen Länder, aus denen Flüchtlinge stammen, berichtete er von seiner eigenen Situation. So beschrieb er u. a., wie er mit seiner Mutter in ein Flüchtlingslager in Darfur im Westen des Sudan kam, das von afrikanischen und UN-Organisationen betrieben wurde.

Außerdem berichteten auch Major aus Eritrea, Kemerya aus Äthiopien und Aysha aus Somalia von ihren Erfahrungen oder ihren familiären Verhältnissen. Hier wurde deutlich, dass es die schwierigen Verhältnisse in ihren Herkunftsländern waren, die sie zur schweren Entscheidung trieben ihr Land zu verlassen. So ähnlich die Fluchtgründe sind, so verschieden sind die Kulturen, denn die ethnische, religiöse und kulturelle Vielfalt Afrikas mit seinen über 2000 Sprachen ist eines der Kennzeichen dieses Kontinents. Besonders beeindruckend waren die Bilder vom Irreechaa-Fest, einem Erntedankfest der Volksgruppe der Oromo im Süden Äthiopiens, die Kemerya mitgebracht hatte. Zu diesem Ereignis versammeln sich jedes Jahr Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religionszugehörigkeit, um Gott zu danken und Opferrituale zu vollziehen.

Bei allen jungen Menschen, die mit Unterstützung des Flüchtlingsrats für diesen Abend verantwortlich zeichneten, handelt es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die u. a. von den Hephata-Einrichtungen in Diez unterstützt werden, allesamt Schüler der Berufsbildenden Schule Diez. Neben der Präsentation und den Berichten war v. a. der intensive Austausch zwischen den Besuchern und den Hauptpersonen dieses Abends ausgesprochen wichtig, denn hier konnten Fragen zur schwierigen Situation in den Herkunftsländern und zu den kulturellen Besonderheiten gestellt werden.

Wie immer bei Veranstaltungen dieser Reihe wurden aber auch Spezialitäten aus verschiedenen Ländern Afrikas kredenzt, die von den Flüchtlingen selbst zubereitet und präsentiert wurden. Und als schöne Zugabe gab es auch noch Musik von Lene, Gregor und Christiane, der Koordinatorin des Willkommenskreises, die zwei Lieder aus Südafrika, gewissermaßen als Verbeugung und Dankeschön, zum Besten gaben. Erfreulich war an diesem Abend aber nicht nur die schöne Atmosphäre, sondern auch dass so viele neue Gesichter erschienen sind, darunter auch eine erst kürzlich nach Deutschland gekommene Familie aus Ägypten.

von

Jeorjios Martin Beyer

 

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